Sucht die Wuzel allen Übels?

Was ist Sucht

Sucht erinnert auch an Suche was dies für mich recht gut umschreibt. Aber in fachlichen Jargon spricht man von Sucht als eine psychische Störung verbunden mit einem unbezwingbaren Verlangen nach dem Konsum einer bestimmten Substanz oder aber Erlebnis, sowie manchmal den Verlust der eigenen Kontrolle über das eigene Verhalten obwohl man Weiß, dass dieses für einen schädlich ist aber trotzdem wiederholt.

Warum kommt es zur Sucht?

Eine Frage die sich unmöglich schlüssig beantworten lässt aber zu mindestens umschrieben werden kann. In jedem Falle aber ist die Sucht Mittel zum Zweck um damit auf einfachere Art und Weise in den Genuss von positiven Gefühlen zu kommen, die ohne das Benutzen von beispielsweise einer bestimmten Substanz so nicht möglich gewesen wäre. Es ist also mehr oder minder das schnellere Erreichen eines bestimmten erwünschten Zustandes. Diese einfache Art durch Konsum ein schnelleres Ergebnis zu erhalten führt zu Wiederholungen, was unmerklich mit der Zeit zur Gewohnheit wird was ja die Vorstufe zur Sucht ist. Die Abhängigkeit sprich die Sucht entsteht aber meines Erachtens erst, wenn der Betroffene keinen anderen Weg mehr sieht um die gleichen Glücksgefühle wieder erleben zu können ohne aber das schädliche Verhalten oder aber die Droge zu benutzen.

Was ist der Zweck der Sucht

Wie ich vorher schon erwähnte, hat Sucht auch was mit Suche zu tun. Nämlich die Suche nach Vollständigkeit bzw. Ganzheitlichkeit um ein glückliches, sinnvolles und zufriedenes Leben führen zu können. Aus diversen Gründen kann aber der Betroffene nicht das erhalten was für ihn zu seiner Bedürfnisbefriedigung wichtig wäre. Möglicherweise hindern ihn alte Konditionierungen und nicht angemessenes Verhalten, oder aber diverse andere Umstände wie soziales Umfeld, die Umgebung in der er sich befindet usw. daran just einfach glücklich zu sein und sich wohl zu fühlen.

Durch die Sucht erhält der Betroffene also in Form einer Ersatzbefriedigung nun das was er sich insgeheim wünscht aber mit seinen eigenen Mittel nicht erreichen kann. Was beispielsweise nun die Droge macht, ist ihn in Form eines Schein-Ersatzes ihm doch in Genuss seine Wünsche in Form einer Illusion zu verabreichen. Illusion deswegen, weil wohl nach dem Rausch ja wieder das Erwachen folgt und seine Probleme immer noch nicht gelöst sind.

Das tückische an der Sucht aber ist, dass ab dem Moment in der die Sucht beginnt. sich viele andere Möglichkeiten für den Betroffenen verschliessen und er in einer Abwärtsspirale gefangen ist. Durch die Reduzierung seiner Möglichkeiten durch die Sucht wird das von ihm nicht gelebte in einer anderen Form doch wieder gelebt, aber eben nur als eine Illusion ohne grosse Entwicklungsmöglichkeiten, aber mit mehr und mehr Erkenntnisse verbunden. Vor allem die Erkenntnis, dass er irgendwann doch das nicht gewollte bzw. verschmähte Problem lösen muss um ganzheitlicher zu werden.

So gesehen ist Sucht wohl sowas wie eine Auszeit, wenn auch der Süchtige, wenn er dann mal geheilt ist, all die anderen Möglichkeiten plötzlich sieht die er während seiner Suchtzeit verpasst hat zu leben.

Ist nun Sucht die Wurzel allen Übels?

Ja und nein. Einerseits war wohl die Sucht für den Betroffenen in einer bestimmten Lebensphase wohl noch die einzige Lösung um am Leben nicht zu zerbrechen, anderseits verpasste er so viel was durch die Sucht ihm verwehrt blieb.

Meines Erachtens ist Sucht immer das Ergebnis vom Abweichen des idealen Pfades der sicher schneller zur Erfüllung der Träume geführt hätte. Aber so ist es nun mal. Wir Menschen wollen immer den ‘egoistischen’ maximalen Profit aus allen ziehen, ohne aber zu verstehen, dass wir nicht alles haben können, sehr wohl aber ein Teil des All einen sind und unsere Rollen im Leben in Respekt gegenüber allen Lebenden achtsam leben sollten. Dann und nur dann braucht es auch keine Sucht bzw. Suche mehr, denn, wenn wir im Einklang mit dem All einen leben, stellt sich auch nicht mehr die Frage, bin ich glücklich oder nicht, sondern es hat niemals was Anderes gegeben als eben Glücklich sein ein Leben lang.

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